Hamburger Gast

Hamburger Gast

No Sleep 'til Ochsenwerder

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Wed, August 30, 2017 15:06:38


Gestern gewährte mir Lisa Harderberg bei einer Rundfahrt durch die Vier- und Marschlande Einblicke in die Obst-, Gemüse-, Blumen-, X-, Y- und Kornkammer von Hamburg.

Wir fuhren unter einer sehr ehrgeizigen Sonne über langgezogene Straßen, vorbei an Gewächshäusern und Reithöfen, an weidenden Schafen und Kühen, an See und Bach und Schleuse, an fast unheimlich penibel gepflegten Gärten, an anmutigen Reetdächern und betagten Ziegelbauten.



Halt machten wir u.a. beim Zollenspieker / Fährhafen, wo der Blick über die Elbe in Niedersachsen landet, wo sich Biker und sorglos schlummernde Ente gute Nacht sagen.





In diesem Häuschen, das als "kleinstes Restaurant der Welt" beworben wird, kehrten wir zwar nicht ein ...


... meinen Salat bekam ich aber trotzdem - nebenan, in einem Lokal, das Platz für deutlich mehr als zwei Personen hat und offenkundig selbst Hochzeitsgesellschaften nicht fürchtet.




Wir spazierten auch zu nahegelegenen, schattigen Stränden - und überraschenderweise regten sich dort bei mir richtiggehend heimatliche Gefühle. Denn auch Ottensheim und Linz, wo ich aufgewachsen bin, liegen an einem großen Fluss (der Donau nämlich) und die Aulandschaften dort sind jenen hier nicht unähnlich.



Unterschiede gibt es freilich. Was hier Deich heißt, nennt man an der Donau schlichtweg Damm. Und wenn man in meiner Heimatregion über das Wasser blickt, trifft man meistens auf mehr Erhebungen, auf bewaldete Hügel und manchmal sogar - in der Ferne - auf Gebirge. Dafür ist das Meer viiiiiel weiter weg.



Beim Anblick dieses Schiffs a.D. in der Nähe des Hohendeicher Sees, an dessen Deck bereits die Flora das Kommando übernommen hat, bekam ich große und meine Kamera rote Augen.



Nach zwei, drei Minuten hatten sich aber Mensch und Gerät wieder einigermaßen beruhigt.




Obwohl wir uns in existenziellen Fragestellungen wie "Real Madrid oder FC Barcelona?" oder "Ronaldo oder Messi?" nicht einig wurden, sende ich ein großes !MUCHAS GRACIAS! an Lisa Harderberg. Für die charmante Führung durch das Umland freilich, aber auch für ihren Hinweis, dass ich nicht aus Bergedorf entschwinden solle, ohne das lokale Bier gekostet zu haben. Ich weiß, was ich mir heute Abend gönnen werde.



Nach der Tour. Back to start. Reich an Eindrücken.










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