Hamburger Gast

Hamburger Gast

Niemand erwartet von mir, dass mir für jeden Blogeintrag ein richtig guter Titel einfällt

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Fri, September 29, 2017 17:49:28
Annkathrin Wett (die übrigens auch singt), Jonis Hartmann und ich werden am Sonntag die hausbar im Trio literarocken. Michael Spyra hat einen dringenden Termin beim Frisör. Wir freuen uns narrisch bis narratologisch auf den Nachmittag!


Kürzlich war ich bei Rüdiger Käßner zu Besuch, um dort ein paar Gedichte einzusprechen. Rüdiger pflegt mit den Weblesungen eine wertvolle Institution der hiesigen Literaturszene. Schaut auf der Website vorbei und hört Euch um. Das Archiv ist eine an Audiospuren äußerst reiche Wunderkammer. Bis meine Lesung online gestellt wird, dauert es noch ein Zeiterl (5.Dezember).


Gestern habe ich übrigens nach mehreren Besuchen im Schmidt Theater bzw. im Tivoli auch noch die kleinste Bühne des Schmidt Empires in Aktion gesehen. Die Premiere von Streisenbacher/Fortsand war gut besucht, die Raumatmosphäre des Schmidtchen einladend und der Aperol Sprizz so orange wie er sein sollte.



An den Mauern ringsum den Spielbudenplatz sprühen Graffiti-Artists für eine andere Welt

und Musikkonzerne testen ihre Witze:

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Lesung am Sonntag

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Wed, September 27, 2017 20:37:49
Schwups - und der September ist schon fast wieder vorbei. Um meine Ära im Schmidt Theater gebührend abzuschließen und ausklingen zu lassen, absolviere ich dort noch eine Lesung:

Sonntag 1.10.
15:00
"hausbar" (Foyer) des Schmidt Theaters
(Spielbudenplatz 24-25 / Reeperbahn)

Der Eintritt ist frei.


Doch ich werde nicht alleine sein.

Mit mir werden hochverehrte Kolleginnen und Kollegen lesen:



Annkathrin Wett

Michael Spyra (Foto: Jana Opfermann)

Jonis Hartmann




Mehr Infos zu den Lesenden und zur Veranstaltung generell findet Ihr hier.





Dem Schmidt Theater (genauer: Annika Schmidt) habe ich dieses Foto zu verdanken:
Jeden Staubsauger, jede Heizdecke, jedes W-LAN-Kabel würde ich mir abkaufen.

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toys rrrrr us

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, September 25, 2017 15:01:24

DER Trubel ist vorbei. Wie war Liam? Nicht so wichtig. Hauptsache alle popbetrieblichen Fragestellungen sind geklärt, die nächsten Hypes geplant und mein Großraumbüro mit eingebauter Maxibar ist wieder angenehm luftig bevölkert. Zumindest nachmittags. Umso näher der Abend und seine Veranstaltungen heranrücken, desto mehr Menschen strömen naturgemäß ins Foyer.

Jetzt wo die Arbeitsumgebung sich wieder normalisiert hat, kann es sich nur noch um Tage handeln, bis mein Lyrikmanuskript so weit gediehen ist, dass ich drei, vier Vertraute damit behelligen kann. Und während die das dann studieren, kann es endlich mit der Prosa weitergehen. Literarische Landwechselwirtschaft.


Auch empfehlenswert: Hirnspülung durch mannigfaltige Kunstrezeption:


Eben noch in Simon Hehemanns Atelier gesehen und schon unter den Fittichen der Kleinen Gesellschaft. (Ausstellung läuft noch bis 8.10.)


Endlich auf Kampnagel gewesen, endlich das Hamburger Theaterfestival besucht. Aus Thomas Melles Roman "Die Welt im Rücken" hat das Wiener Burgtheater ein Bühnensolo für Joachim Meyerhoff geformt. Starker Text, grandioses Schauspiel.

(Arbeit v. Hito Steyerl)

(Arbeit v. Dan Graham)

Ein einziger Tag war freilich viel zu wenig für die Skulptur Projekte, aber da ich schon die Documenta komplett versäumt hatte, wollte ich zumindest kurz in Münster vorbeischauen (läuft noch bis 1. Oktober und ist nur alle 10 Jahre).

Auch abseits des offiziellen Programms gibt es tolle Skulpturen zu entdecken. Hinter manchen steht durchaus künstlerische Absicht, wie hinter der "Himmelreichsbrücke" von Alex Maitz, Lukas Kopf und Florian Hummer:

Hinter dem da wohl weniger:

Bemerkenswert fand ich diesen subtilen Alltagssexismus:


Man stelle sich vor, eine Straße wird nach Adenauer benannt - allerdings nach dessen Vornamen! - und heißt dann z.B. Konradallee. Das wäre doch hochgradig skurril. Aber bei der Annette ... da ist das ja was ganz anderes ... und wieso eigentlich?



Gestern wurde die Galerie 21 des Vorwerkstifts in ein Kindermusikzimmer / Musikkinderzimmer verwandelt. Die perfekte Einrichtung für weirde Improkonzerte von den Ambassadors of Disappointment, Schwall und Grateful Däd. Infantinnen der Nacht, rebellische Debile, Krachkekse, macht kaputt, was Euch kaputt macht, bis ihr Euch kaputtlacht!






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Besuch und Besuch

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Thu, September 21, 2017 15:55:49
Zuhause ist dort, wo einem der doppelte Espresso serviert wird, ohne ihn bestellen zu müssen. Schmidt hausbar rocks. Bevor das Reeperbahnfestival startete und dadurch der Geräuschpegel in meinem Büro anschwoll, bekam ich noch in aller Ruhe Besuch von Ulf-Peter Bosse, der mich für die Bergedorfer Zeitung interviewte. Er macht m.E. auch auf der anderen Seite der Kamera eine gute Figur.


Später entfloh ich dem Festivaltreiben, das den Spielbudenplatz im Moment beherrscht und landete in Mümmelmannsberg. U2 Endstation. Dort traf ich Simon Hehemann, der mir sein Atelier zeigte, das sich skurriler Weise in einer Schule befindet. Simon und ich haben einander vor zwei Jahren im Künstlerdorf Schöppingen kennengelernt und letztes Jahr im Gängeviertel unverhofft wiedergetroffen. Schicksal, merci.



Sehr schwarz und in Arbeit. Malerei & Collagentechnik & Abstraktion mit Bodenhaftung und Herzblut. Wenn Ihr mich fragt.


Witze zu diesem Stationsnamen spare ich mir. Gibt's wohl schon genug. Amen.



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Schreibzimmer +

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Tue, September 19, 2017 14:51:13

Der writers' room ist mehr als nur ein Raum. Zum Einen, weil es eigentlich mehrere Räume sind: Im Dachgeschoss von Gebäude E der Alten Dosenfabrik befinden sich auf 160 qm - nebst Küche und Geschäftsführungsbüro - vor allem zahlreiche Arbeitsplätze für SchriftstellerInnen.
Zum Anderen ist der writers' room mehr als nur ein Raum, weil er - als Verein - auch Veranstaltungen organisiert, Vernetzungsarbeit leistet und das literarische Leben Hamburgs bereichert.


Im Augenblick hat der Verein etwa 55 Mitglieder. Einige davon durfte ich bei der Arbeit stören. Auf dem Bild zu sehen: Nathalie Keigel (links), Jonis Hartmann (gelb und vertieft), Ayna Steigerwald (zu Gast wie ich) und Sascha Preiß (sich setzend oder rückwärts aufstehend).

Ich wohnte u.a. einer kurzen Redaktionsbesprechung bei. TAU ist eine - klopft Euch die Schenkel purpurrot - frische Literaturzeitschrift, für deren Erstausgabe noch Texte eingesandt werden können - bis 30.9., zum irrwitzigen Thema "Akute Langwaffen". Was ich über dieses Zeitschriftprojekt bislang gesehen und gehört habe, vermittelt mir den Eindruck, dass es richtig gut, vielleicht sogar grandios wird.



Gute Überleitung zu Hidden Shakespeare, die gestern im Schmidt Theater aufgetreten sind. Wenn ihr Improvisationstheater etwas abgewinnen könnt, schaut Euch die an. Das Ensemble existiert schon imposante 25 Jahre und sein Spiel ist eloquent, fantasievoll und pointiert. Noch nie so gutes Improtheater gesehen. Without shit.



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Whiskeys on the Rock n' Roll

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, September 18, 2017 15:55:41

Ein schöner Sonntagnachmittag beginnt mit einem Roller Derby - Match. Der Sport selbst bietet Tempo und vollen Körpereinsatz auf Rollschuhen, der Kontext ist großartig queerfeministisch, die Inszenierung bedient sich vieler Punk-Elemente und ironisierter Rockabilly-Ästhetik. Alleine bei den Namen der Athletinnen lach ich mir ein Leopardenfellmuster. Bei den Harbor Girls Hamburg gibt es z.B. Ricky Balboa, BarbaRolla und ChristelDeath.


Diesmal ließen die Lokalmatadorinnen aus Hamburg dem Kölner Gastteam keine Chance:




Zu späterer Stunde besuchte ich im Schmidt Theater den "Club der toten Dichter". Während die Band rund um Reinhardt Lepke bluesjazzswingte, las und sang und performte Peter Lohmeyer Gedichte von Charles Bukowski. Wenig verwunderlich, dass ich im Anschluss noch ein wenig Zeit in der hausbar verbrachte. Man kann von Bukowski halten, was man will, aber saufen konnte er.

Mit meinen eigenen Gedichten komme ich auch voran, vor allem in nüchternem Zustand. Der Feinschliff ist tot, es lebe die Kompilation.



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Fall.Schirm.Taschen.Bühne.Alb.Traum

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Fri, September 15, 2017 15:47:39

Mein Wetterfrosch wurde dieser Tage mehrfach aus dem Glas geblasen, will nun "Jon Snow" genannt werden und antwortet auf jede Frage hin nur noch mit: Winter is coming ...




Im Schmidt arbeitete ich diese Woche nicht nur an bekloppter Lyrik. Ich besuchte auch die ersten beiden Aufführungen. "Cindy Reller" trainierte meine Schlagerabwehrkräfte, "Heiße Ecke" mein Zwerchfell. Sonntags folgt Charles Bukowski, montags steht Improtheater auf dem Programm. Bunt ist das neue ultramarinpink.




Ella Marouche und Huug van't Hoff sind zu meinen Ehren unter die ModedesignerInnen gegangen. In dieser Umhängetasche ist Platz für 250 Kugelschreiber und eine Birne. Gracias!




Gestern wurde im Salon Stoer die "Albphilharmonie" eröffnet. Welch wunderschöner Titel für eine Hamburger Lesereihe. Es lasen Frietzsche (der mich Anfang August zu einer Lesung lud), Claire Walka (die mit mir in Bergedorf las) und Jonis Hartmann (der mit mir am 1.10. im Schmidt Theater lesen wird). Es trafen sich also nicht nur nette Menschen, sondern zufällig auch stadtschreiberische Vergangenheit und Zukunft. Und obendrein auch Literatur und Musik: Das Trio "Traumration" improvisierte während und zwischen den Texten. Mit Flöte, singender Säge, Daumenklavier, verschiedenen Saiteninstumenten. Schräg wie ein Schräguan, fein wie ein Feinzeller.




Und so mag ich Werbung:







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Parkgebot

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Tue, September 12, 2017 16:13:54

Planten un Bloemen. Steine und Rubine. Tiere und Schweine. Großartiger Park, wie ich finde. Und dem seit Monaten schon überfälligen Sportprogramm des Hamburger Gastes auf freundliche Weise zuträglich. Dort kann man gut laufen. Also laufen laufen, rennen, joggen.

Der Bauch ist zwar noch nicht in die erstrebte Form gebracht, dafür der erste Teil des Romans. Jetzt erstmal das Manuskript liegen und atmen lassen, bevor an der Großbaustelle weitergearbeitet wird. Zum Hirndurchlüften die nächsten zwei, drei Tage lang skurrile Gedichte bearbeiten. Wenn im Cafe des Schmidt Theaters also jemand über Zettel gebeugt in sich hineinkichert, bin das mit hoher Wahrscheinlichkeit ich.

Heute Abend ein erster Theaterbesuch im Schmidt. Cindy Reller. Heiße Ecke morgen. Bin gespannt. Wird sich von Pollesch-Stücken wohl dezent unterscheiden.

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