Hamburger Gast

Winke-winke!allgemein & aktuell

Posted by Gast-Freund Thu, November 02, 2017 10:29:50

Jetzt ist es also wirklich wahr:

Das Hamburger-Gast-Stipendium 2017 ist vergangen und Stephan Roiss ist gegangen und schreibt anderswo.

An dieser Stelle noch einmal ein dickes

DANKE!

Es war uns ein Fest mit dir! Du warst ein fabelhafter Gast, eine Bereicherung, eine Freude!

DANK selbstverständlich auch an ALLE ANDEREN, die ihre Finger und Köpfe und Töpfe mit im Spiel hatten.

So die Sterne uns gewogen sind: Wir sehen uns wieder.

Ella & Huug



Ciao mit Au und Au wie Aufwiedersehenhamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Tue, October 31, 2017 13:28:28

Oh, es ist vorbei. Nach drei intensiven Monaten legt der Stadtschreiber den hanseatischen Griffel aus der Hand, packt seinen Ranzen (Inhalt: Stift, Papier und ein Vaal, also ein veganer Aal) und verlässt die Stadt - auf einem geflügelten Otter reitend. smiley

Die Abschiedslesung im Bergedorfer Schloss habe ich sehr genossen. Meine mitlesenden Gäste zauberten uns nach Sibirien und dorthin, wo alles und nichts irgendetwas mit Physik zu tun hat.

Blog imageNathalie Keigel


Blog imageSascha Preiß



Der Abend bot mir Gelegenheit mich bei vielen Menschen und Institutionen zu bedanken. Ich erlaube mir allerdings, es hier noch einmal zu tun. Bildschirmschwarz auf Bildschirmweiß. Ich nenne auch nicht alle, versprochen.


Danke an die KünstlerInnen des Vorwerkstiftes, unter denen ich - dank der Stiftung Freiraum - hausen durfte.

Danke an das Team des Bergedorfer Schlosses, wo ich im August arbeiten durfte. Danke ans Schmidt Theater für den feinen September und danke an meine Oktoberstation, an die KulturWerkstatt Harburg.

Danke an alle AutorInnen, die meiner Einladung folgten und mit mir Lesungen bestritten: Daniel Mellem, Claire Walka, Jonis Hartmann, Annkathrin Wett, Marie-Alice Schultz, Haiko Herden, Elisa Helm, Nathalie Keigel und Sascha Preiß.

Danke an Heidi Melis für fröhlichen Elan und den Griff ins Feuer (um die Kohle rauszuholen), danke an Ulf-Peter Bosse für die engagierte Begleitung und Berichterstattung, danke an Lisa Harderberg für vielfältige Hilfsbereitschaft und Antje Flemming für Flocken und Kekse.



Vor allem aber DANKE an Ella Marouche und Huug van't Hoff!

Sie sind die InitiatorInnen und HauptorganisatorInnen des Hamburger Gast-Programms. Ohne die beiden ginge gar nix. Ohne die beiden hätte es dieses Vierteljahr in Hamburg für mich nicht gegeben. Und es ist verdammt gut, dass es dieses Vierteljahr in Hamburg für mich gegeben hat.


Blog image
Ella und Huug. Hier verschwommen, weil der Blick der Kamera abschiedstränenverschleiert war. Und die vielen Eindrücke haben das Bild überrollt und nach vorne kippen lassen. So war das.





Melange der Impressionen (Wer einen fürchterlichen Roman schreibt und ihn "Melange der Impressionen" nennt, den/die lade ich auf eine abgestandene Fanta ein)hamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Sun, October 29, 2017 15:02:53

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es schon erwähnt habe: Heute findet die letzte Lesung des Hamburger Gastes 2017 statt - inklusive lustigen Abschiedsriten und zwei tollen Mitlesenden, nämlich Nathalie Keigel und Sascha Preiß.

Blog image


Und gestern stieg wohl eine Halloweenparty in meiner Hood.
Blog image



Ich hingegen war Abendessen mit zwei Mitgliedern der Stiftung Freiraum: Ann-Christin Neugebauer und Kai Haberland. Kürbis gab es keinen, dafür andere schmackhafte Gerichte und sehr nette Gespräche - etwa über die Stiftung (die das Vorwerkstift am Laufen hält) oder Politik im Kleinen und im Großen.

Blog image


Frau Neugebauer und Herr Haberland sind übrigens auch verantwortlich für die Zeitschrift "Grüner Anzeiger", die mich alleine schon dadurch fasziniert, dass sie von Beginn an (1998) konsequent auf Bilder und Farbe verzichtet. Es geht auch diametral zum Zeitgeist.




Vorgestern wohnte ich dem Spiel St.Pauli gegen Erzgebirge Aue bei. Mein letzter Besuch in einem Fußballstadion war schon fast 20 Jahre her. Dementsprechend frisch war die atmosphärische Brise, die mir entgegenschlug, als ich auf der Tribüne stand. Unablässig wehende Flaggen, tausendkehlige Schlachtgesänge, "Hells Bells" von AC/DC aus den Lautsprechern. Mehr als 28.000 Menschen bei einem Spiel der zweiten Bundesliga. In Österreich ist man froh, wenn ein Länderspiel so viel Publikum hat. Besonders schön fand ich, dass die obligatorische Totenkopffahne von St.Pauli sogar die Kornerstangen des Millerntorstadions schmückt. Die Heimmannschaft war in der ersten Hälfte überlegen und führte zur Pause 1:0. Schließlich hatte sie aber mit dem Endergebnis von 1:1 sogar Glück. In der zweiten Hälfte agierte St.Pauli erstaunlich unsicher und verhalten. Meine Sympathien hat der Verein voll und ganz, da er wie kaum ein anderer, progressiv-politisches Engagement zeigt.
Blog image

Außerdem habe ich in Harburg einen Frisörladenwitz entdeckt, der mir - wie konnte das passieren - bis dato entgangen war:
Blog imageIn der Kulturwerkstatt dachte ich kurz, ich müsste ins Nebenzimmer stürmen, um einen komplett eskalierenden Streit zu schlichten. Glücklicherweise begriff ich dann doch noch früh genug, dass dort eine theatrale Aufführung geprobt wurde.





Zum Abschluss heute zweimal Kunst:



1. Ausstellung "transparent bodies" in der Galerie des Vorwerkstifts

Blog imageAlina Nosow erinnerte mich mit ihrem gespenstischen Puppenensemble an ein Plattencover der Band "Korn" ...

Blog imageMalerei von Anna Nero. Es ist alles da.




2. Streetart im Karoviertel

Blog image
Blog image
Blog image
Blog image

Wir werden es wohl nie erfahren.



Behördenganghamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Fri, October 27, 2017 15:35:23

Lisa Harderberg, die mich einst durchs Bergedorfer Hinterland kutschierte, stellte mich der Exil-Österreicherin und Sängerin Lilli Walzer vor, die es in den 1970ern nach Hamburg verschlagen hat und die hier immer noch Wiener Lieder und Chansons zum Besten gibt. In einem Lokal am Großneumarkt erweckte Lilli gestern auf sehr charmante Weise Figuren wie den Herrn Novak oder die Pokornys zum Leben. Ich war im Publikum und genoss ein wenig rotweißrote Nostalgie - ohne Ketchup und Mayo. Danke, Lilli.



Davor: fein, fein, Kaffee und Plausch bei Dr. Antje Flemming, die in der Kultur- und Medienbehörde für die Belange der Literatur zuständig ist - und in dieser Funktion auch das Hamburger-Gast-Programm unterstützt. Hier im Bild hält sie den aktuellen Hamburger Ziegel in Händen, seines Zeichens die Institution unter den Anthologien für Gegenwartsliteratur im HVV-Einzugsgebiet, bam, oida.

Blog image
Frau Flemming wird sonntags zu meiner Abschlusslesung kommen (tut es ihr gleich!) und ein paar freundliche (so hoffe ich zumindest...) Worte verlieren.

Blog image



Last Lesunghamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Wed, October 25, 2017 11:13:03

Am Sonntag 29.10. wird mein Abschied zelebriert:

Nathalie Keigel, Sascha Preiß und ich lesen ab 18:00 im Bergedorfer Schloss. Ich kehre also zurück an den Ort, wo vor drei Monaten alles begann, der Kreis schließt sich wie ein Dimensionstor und die Katze beißt sich nochmal herzhaft in den Schwanz. Drei Tage später ist der Stadtschreiber ein Ex-Stadtschreiber. Letzter Aufruf, letzte Chance! Also: Alpha, Bravo, Charlie, bitte kommen!



Ich dachte ja bislang, dass ich der Allerallerlustigste bin, aber vor den Bildunterschriften in der Lesungsankündigung der Kulturellen Initiativen verneige ich mich demütig. Darum hier bloß ein paar sachdienliche Hinweise zu meinen sonntäglichen MitleserInnen:


Blog image

Nathalie Keigel

1983 geboren in Rheinfelden, Schweiz. Studium der Geschichte und Germanistik in Basel und Hamburg. Lebt seit sieben Jahren in Hamburg, arbeitet als freie Lektorin und Schlussredakteurin. Erste Veröffentlichungen (Totgeburt, Nachtspiel, Zwischen) u. a. beim Stellwerck Verlag Würzburg. Schreibt an ihrem ersten Roman, Arbeitstitel „Mit Physik hat das nichts zu tun“. Seit Oktober 2013 Mitglied im Forum Hamburger Autorinnen und Autoren, seit Oktober 2016 im "writers’ room".


Blog image

Sascha Preiß

Geboren 1976 in Erfurt, hat in Berlin Literatur und Medizingeschichte studiert, war für insgesamt acht Jahre in Kasaschstan, Kroatien und Sibirien, seit Herbst 2013 in Hamburg. Veröffentlichungen u.a. in "Am Erker", "entwürfe" (Schweiz) und "Deus ex Machina" (Belgien). Arbeitsstipendium der Kulturbehörde Hamburg im August 2017 (Château de Millemont). Mitglied im "Forum Hamburger Autorinnen und Autoren", Mitglied im "writer's room". Mitorganisator der Hamburger Lesereihen "AHAB" und "Sprelacart", bereitet die Erstausgabe neuen Literaturzeitschrift "TAU" vor. Schreibt derzeit sibirische Geschichten und einige 100-Seiten-Romane. https://pselbst.de







Wenn Geduld eine Tugend ist, dann ist jetzt die Zeit des Lasters angebrochenhamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Mon, October 23, 2017 20:50:54

Blog image

Da Ella Marouche zu den Preisträgerinnen gehörte - Gratulation! - und so freundlich war mich einzuladen, durfte ich der Verleihung des Walter Kempowski - Preises beiwohnen. Gino Leineweber las die drei preisgekrönten Texte mit hörbar geübter Stimme vor, Musik kam von einem Teenager am Steinway-Flügel - Name der Redaktion entfallen, aber "Purple Rain" war richtisch geil. Der sogenannte Pfeffersackfaktor war immens hoch, ein Buffet ist ein Buffet ist ein Buffet, ich bin dann mal weg.


Blog image

So sieht der Kulturkran der KulturWerkstatt von Weitem aus. An einem endzeitgrauen Tag, leicht schief fotografiert. So wirkt er wie ein unfreundliches Alien-Transportmittel aus "Krieg der Welten".Der Plasmakanonenbeschuss blieb allerdings aus, ich konnte mich dem Kran ohne Zwischenfall nähern und in sein Inneres vordringen.


Blog image

Blog image

Blog image

Die Aussicht in der Steuerkabine.
Heinrich, vor dir graut mir nicht. Mir graut vor Donald "Stephen Kings Es" Trump und den Autokraten in Russland, in der Türkei, in Nordkorea und der halben Welt, vor dem Spiel mit Nuklearangriffen, vor der irrationalen und unbarmherzigen Panik, die die Ärmsten bei den Armen auslösen, und die zu blindem Hass wird, während steuerbefreite Konzerne sich ins Fäustchen lachen und die systematische Ausbeutung munter weitergeht und den Globus verheert, mir graut vor dem europaweiten Rechtsruck, vor der kommenden Rechts-Rechts-Regierung in Österreich, vor der Beschneidung der sozialen und kulturellen Sektoren in meinem Heimatbundesland Oberösterreich: Für #kulturlandretten notierte ich einige Zeilen, die den Pathos nicht mehr fürchten.

Wenn Geduld eine Tugend ist, dann ist jetzt die Zeit des Lasters angebrochen. Ich habe keine Lust mehr zuzusehen, wie wir uns selbst in den Abgrund manövrieren. Unsere Gier ist so lächerlich - leider lässt sie uns erblinden. Unsere Angst vor allem Fremden ist so lächerlich - leider kostet sie Menschenleben. Wenn wir der Kultur das Wasser abgraben, trocknen wir genau das aus, woraus noch Hoffnung erwächst. Das, in dem wir uns entfalten können ohne fremdbestimmten Zwecken zu unterstehen. Das, was uns Mut-zu-Mut beatmet. Das, was uns unsere Menschlichkeit und unsere Unmenschlichkeiten spiegelt. Das, woraus sich Entwürfe eines anderen Lebens speisen. Das, was uns daran erinnert, dass wir in keine Kosten-Nutzen-Rechnung passen und wir mehr sind als abgerichtete Hündchen eines perversen Ökonomismus.







Nicht der, aber sehr wohl das Kranich in den Halls of Kunst und Trink und TSCH und überhaupt. Untergrundmusik!hamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Thu, October 19, 2017 16:50:06

Anfang der Woche zeigte mir Tausendsassa Gorch von Blomberg den Kran, den die Harburger KulturWerkstatt vor mehr als zehn Jahren um einen Euro von der Firma Mulch erstand. (Die Verschrottungskosten und der Verkaufswert des Schrottes hätten sich die Waage gehalten.) Nun dient der Kran seit 2006 als Kulturschauplatz, als Open Air Kino-leinwandrahmen, als technisches Denkmal, als Attraktion des Binnenhafens und als geheimes Wahrzeichen von Harburg. Mit viel Engagement und Fantasie wird der freundliche Riese von einer "Krangruppe" gepflegt, gewartet, künstlerisch bespielt. Trotz meiner solide ausgeprägten Höhenangst erkletterte ich wacker die Maschine und genoss oben Ausblick (Panorama) und Rückblick (Gorchs Ausführungen). Am Samstag werde ich ein paar Stunden dort oben verbringen und schreiben. Diesmal werde ich auch meine Fotokamera nicht vergessen.


_______________________
_________________X X X _
________________X X X I _
_______________X X X_ I _
______________X X X__ I _
_____________X X X___ I _
____________X X X____ I _
___________X X X_____ I _
__________X X X_____ C _
_____X X X X X X X X _____
_____X X X X X X X X _____
X X X X X X X X X X X X X X_
X X X X X X X X X X X X X X_
X X X X X X X X X X X X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_
X X X_____________ X X X_





Beim Besuch der Kunsthalle hatte ich die Kamera allerdings dabei.
Blog imageVermittelt durch Heidi Melis, die auf großherzige Weise ihre Hamburger-Gast-Freundschaft pflegt (als Jurymitglied & beste Germanistin der Volksbank), kam eine Führung durch die Anita Rée - Retrospektive zu Stande. Gerade außerhalb von Hamburg ist diese extrem vielfältige Malerin noch viel zu wenig bekannt. Ich nutzte die Gelegenheit und streifte nach Ende der Führung auch noch durch andere Ausstellungen des Hauses - mit Gewinn und gelegentliche Geistesblitzen - bis mir vor lauter Kunst der Cortex durchschmorte.
Blog imageElla Marouche, Heidi Melis, Sophia Colditz (Co-Kuratorin der Retrospektive), Huug van't Hoff.


Das Schiele-Haus, das mir seit Beginn meiner Stipendienzeit mehrfach empfohlen wurde, habe ich noch immer nicht besucht. Und mittlerweile weiß ich: das wird wohl auch nichts mehr. Gemeint war nämlich stets das Chile-Haus. Die HamburgerInnen sprechen es nur aus wie Egon. TSCHile sage ich. Ich lerne noch immer täglich Neues im hohen Norden.




Blog imageEtwas zu unbekümmerte Streetart in einer Metrostation. Aber lieb. Apropos lieb:

Blog image
Wer ist eigentlich der oder die DJ, der oder die für die Auswahl der klassischen Musikstücke zuständig ist, mit der manche U-Bahnstationen dieser Stadt so gerne beschallt werden, wohl um das nächtliche Aggressionspotential zu senken? Ein Traumjob. Musikpsychologie. Alles ist im Stadt Klang Fluss.

Blog image
Vielleicht mein Lieblingsobjekt in Harburg. Kiosk of the Universe, welch göttliche Trinkhalle...

Blog image




Wer, Wie, Wann, Wochenendehamburger gast 2017

Posted by Stephan Roiss Mon, October 16, 2017 17:14:57

Blog image

Freitags in der Galerie des Vorwerkstifts. Was für ein Glück! Genau in dem Moment, in dem ich die gestapelten Kartonboxen der Künstlerin Katja Staudacher fotografierte, ging ein Stofftier durch eine der Pappwände.




Die samstägliche Lesung in der Harburger KulturWerkstatt hat Spaß gemacht. Ich hoffe und glaube nicht nur mir. Der Raum war gut gefüllt, mit Menschen und Texten. Das Programm empfand ich als abwechslungsreich und sehr unterhaltsam. Danke für die Darbietungen an:
Blog imageElisa Helm

Blog imageHaiko Herden

Blog imageund Marie-Alice Schultz

Während meiner Lyriklesung tat ich einer Ukulele Gewalt an. Eigentlich wollte ich nach dem experimentellen Pseudo-Neue-Musik-Free-Jazz-Intro auch noch schöngeistige Melodien zum Besten geben, aber nach dem anfänglichen KrixiKraxi war sie so hoffnungslos verstimmt, dass ich sie danach kaum noch zum Einsatz bringen konnte.

(Ich freu mich schon auf meine Abschiedslesung im Bergedorfer Schloss - zückt die Kalender - am 29.Oktober, 18:00, mit Nathalie Keigel und Sascha Preiß, ohne Ukulele.)

Für mich wurde der Abend dann noch etwas länger. Nach dem Aftershowgeproste in einer Harburger Pizzeria, machte sich eine Splittergruppe noch ins Schanzenviertel auf, durchmischte sich mit einer anderen Splittergruppe, verlor die erste Splittergruppe und dann war es irgendwie auch schon 5 Uhr morgens und man spazierte - Aaaaaaaaaale, frische AAAAAAAAAALE! - über den Fischmarkt.

Blog image
Für kurze Zeit dachten wir, dass wir dem letzten Akt einer Tragödie beiwohnen. An einem Steg gingen Einsatzkräfte auf und ab und beobachteten das Wasser, leuchteten mit Taschenlampen auf die schwarzen Wellen, ein Boot ließ den Lichtkegel eines Suchscheinwerfers kreisen. Jemand war kurz vor unserem Eintreffen in die Elbe gesprungen. Dieser Jemand tauchte dann aber plötzlich wieder auf, mit etwas ungesunder Gesichtsfarbe zwar, aber ansonsten recht fit und sichtlich verärgert über den Rummel, der jetzt um ihn gemacht wurde. War wohl nur ein (dumm)dreister Sportsmann. Erleichterung machte sich bei mir breit. Und wenig später auch die Sehnsucht nach dem Bett im Karo/4.

Einer Tragödie wohnte ich dann doch noch bei. Sonntags. Als die erste Hochrechnung zur österreichischen Nationalratswahl veröffentlicht wurde. Herrin, lass es Hirn und Herz regnen!