Hamburger Gast

Hamburger Gast

Hamburger Gast und Gäste #3

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Wed, October 11, 2017 09:12:47
Das ist ein offenkundig verliebter Smiley: smiley



Und das ist eine herzliche Einladung:

Kommenden Samstag (14.10.) lese ich in der KulturWerkstatt Harburg. Und wieder habe ich fabulöse KollegInnen eingeladen. Freut Euch auf:



Marie-Alice Schultz

(Foto: Steinbüchler)



Elisa Helm


und Haiko Herden



Um 18:00 starten wir. Es wird so bunt wie etwas, das bunt ist. Und toll wie Hecht und Kirsche.



Gib mir noch mehr Informationen, Stadtschreiber!

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Streettalk

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, October 09, 2017 19:21:26
Harburger Kids: Haben Sie kurz Zeit?

Ich: Wofür?

Harburger Kids: Eine Frage.

Ich: Welche?

Harburger Kids: Was liegt zwischen Berg und Tal?

Ich: ... "und".

Harburger Kids: Der weiß BESCHEID!



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Elfen und Elphi, Gummi und Öl

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Sun, October 08, 2017 22:04:00

Freitags entführte Thomas Loefke in rauhe Idyllen, auf irische und schottische Inseln, auf die Färöer - und kurz auch nach Neuseeland. Er tat dies mit Fotoprojektionen und stimmungsvollen Geschichten, vor allem aber mit virtuosem Harfenspiel. Zwischen Papageientauchern und Postbooten (sic) verlangsamte sich die Zeit, nordische Sagenwelt und keltische Kälte muteten bald behaglich an.



Samstags musste ich die KulturWerkstatt verlassen, bevor die SuedKultur Music Night so richtig in die Gänge kam. Ich hatte Karten für ein Konzert in diesem unscheinbaren Gebäude:
Philipp Richardsen gab dort einen Klavierabend mit Stücken von Schubert, Chopin, Liszt und - Nonplusultra - Bach. Unter den gut 500 Menschen im Publikum waren einige geplagt von juckenden Nasen und reizenden Rachenräumen. Die Nieser und Huster wurden möglichst ins Taktraster eingepasst. Sehr löblich. Der leise Schnarchende neben mir hingegen kümmerte sich kaum um den Rhythmus.




Sonntags nahm ich an einem Harburg-Rundgang teil. Wir begutachteten historische Stadtpläne, schritten Kanäle ab, besuchten die Überreste des Schlosses.


Nach der beinahe dreistündigen, kurzweiligen Tour mit Norbert Krautz hatte ich vieles aus der Geschichte Harburgs erfahren - auch, dass ich im Zimmer eines Vizekonsuls arbeite - und den Eindruck gewonnen, dass ein gewisser Arne Weber halb Harburg erbaut hat.

Pimp your Silospeicher


just another pic on the wall ...

Leider nicht echt. Trotzdem süß.


















Zweite Hälfte 19. Jahrhundert, Königreich Hannover, Kautschuk, Palmöl aus Benin, Binnenhafen floriert, Kolonialismus.



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This could be Häfen for everyone

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Wed, October 04, 2017 17:42:15
In der KulturWerkstatt finden die verschiedenen Kunstformen zueinander. Nicht immer ganz freiwillig. Um Baulärm zu entfliehen, zog eine Splittergruppe des Aquarellmalkurses (Leitung: Anne Becker) in den Raum um, wo ich meinen Laptop aufgeklappt hatte. Die vom Klang getriebenen Malenden wurden vom Autor umgehend fotografiert, bevor ebendieser begann zu Architektur zu tanzen und aus Videos Skulpturen zu formen.

Auch Initiativen im Sozial- und Bildungsbereich haben in der KulturWerkstatt eine Operationsbasis gefunden. Bettina Gerlach (Bild unten) koordiniert das Projekt HELP Ju, das die Lese- und Schreibkompetenzen von Jugendlichen fördert und laufend Menschen sucht, die sich als Mentoren engagieren wollen.



Auf dem Weg zum Hafen noch ein Stadtschreiberfrühstück. Doppelter Espresso, Kugelschreiber und ein Stapel Gedichte. Nicht sehr kalorienreich, aber für unsereins sehr vitalisierend.

Memo an mich: gründlicher duschen! Am Handgelenk des Stadtschreibers sind noch Spuren eines Stempels zu sehen...


Den hat er auf der Stubnitz bekommen. Dieses ehemalige Schiff der DDR-Flotte wird seit Anfang der Neunziger als Veranstaltungsort genutzt und liegt momentan im Baakenhafen.


Strömt in Scharen dorthin. Das Programm ist anspruchsvoll und kompromisslos, die Atmosphäre der Räumlichkeiten einzigartig. Der Wellengang kann dazu führen, dass man zu Noiserock oder FreeJazz schunkelt.







Tu nicht so. Man sieht die Kamera.



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Kleine Transzendenz

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, October 02, 2017 15:04:48
Der Übergang von Reeperbahn zu Binnenhafen ist vollzogen. Die gestrige Abschiedslesung in der "hausbar" des Schmidt Theaters war gut besucht und hat mir viel Freude bereitet. Alles war erleuchtet:

Danke an Annkathrin Wett und Jonis Hartmann für ihre Auftritte und danke an alle Menschen im Hause Schmidt, die irgendwie dazu beigetragen haben, dass mein September so wurde, wie er war: persönlich bereichernd und künstlerisch produktiv.

Im Anschluss an die Veranstaltung fuhren Ella Marouche, Huug van't Hoff und ich gemeinsam mit zwei Abgesandten der KulturWerkstatt (Hartmut Vogel und Christoph Struthmann) nach Harburg, um dort die Schlüsselübergabe zu zelebrieren. Samt Kulturkranbesichtigung, Kaffeemaschinenerläuterung und anderen Monströsitäten der Nominalkombinatorik.


Und heute sitze ich schon in der Werkstatt zwischen Flipchart und Schiffsmodell, schleife lyrische Attrappen und freue mich auf das Kommende. Eine Hood, die die Tradition der wortwitzigen Frisörsalons auf derartig brachiale Weise hochhält, ist mir gleich sympathisch. Das kann doch nur gut werden.


Ein Tipp noch für Kurzentschlossene. Morgen (DI, 3.10.) ist der letzte Tag, an dem im Kunsthaus Stade die Wolfgang Herrndorf - Ausstellung läuft. Herrndorf war vor seinem Durchbruch als Autor und dem Welterfolg von "Tschick" ein gefragter Maler und Illustrator. Ein Besuch der Schau lohnt wirklich. Detto Spaziergänge durch Stade.


Und wer "Arbeit uns Struktur" von Herrndorf noch nicht gelesen hat, der/dem lege ich bei der Gelegenheit die Lektüre dieses Blogs ans Herz. Ich weiß nicht, ob es gute Literatur ist. Aber das ist in diesem Fall völlig egal. Es ist jedenfalls einer der berührendsten Texte, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. (Er ist auch in Buchform erschienen.)

Stadtschreiber auf dem Weg nach Stade (Öl auf Leinwand, 1751)



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Niemand erwartet von mir, dass mir für jeden Blogeintrag ein richtig guter Titel einfällt

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Fri, September 29, 2017 17:49:28
Annkathrin Wett (die übrigens auch singt), Jonis Hartmann und ich werden am Sonntag die hausbar im Trio literarocken. Michael Spyra hat einen dringenden Termin beim Frisör. Wir freuen uns narrisch bis narratologisch auf den Nachmittag!


Kürzlich war ich bei Rüdiger Käßner zu Besuch, um dort ein paar Gedichte einzusprechen. Rüdiger pflegt mit den Weblesungen eine wertvolle Institution der hiesigen Literaturszene. Schaut auf der Website vorbei und hört Euch um. Das Archiv ist eine an Audiospuren äußerst reiche Wunderkammer. Bis meine Lesung online gestellt wird, dauert es noch ein Zeiterl (5.Dezember).


Gestern habe ich übrigens nach mehreren Besuchen im Schmidt Theater bzw. im Tivoli auch noch die kleinste Bühne des Schmidt Empires in Aktion gesehen. Die Premiere von Streisenbacher/Fortsand war gut besucht, die Raumatmosphäre des Schmidtchen einladend und der Aperol Sprizz so orange wie er sein sollte.



An den Mauern ringsum den Spielbudenplatz sprühen Graffiti-Artists für eine andere Welt

und Musikkonzerne testen ihre Witze:

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Lesung am Sonntag

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Wed, September 27, 2017 20:37:49
Schwups - und der September ist schon fast wieder vorbei. Um meine Ära im Schmidt Theater gebührend abzuschließen und ausklingen zu lassen, absolviere ich dort noch eine Lesung:

Sonntag 1.10.
15:00
"hausbar" (Foyer) des Schmidt Theaters
(Spielbudenplatz 24-25 / Reeperbahn)

Der Eintritt ist frei.


Doch ich werde nicht alleine sein.

Mit mir werden hochverehrte Kolleginnen und Kollegen lesen:



Annkathrin Wett

Michael Spyra (Foto: Jana Opfermann)

Jonis Hartmann




Mehr Infos zu den Lesenden und zur Veranstaltung generell findet Ihr hier.





Dem Schmidt Theater (genauer: Annika Schmidt) habe ich dieses Foto zu verdanken:
Jeden Staubsauger, jede Heizdecke, jedes W-LAN-Kabel würde ich mir abkaufen.

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toys rrrrr us

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, September 25, 2017 15:01:24

DER Trubel ist vorbei. Wie war Liam? Nicht so wichtig. Hauptsache alle popbetrieblichen Fragestellungen sind geklärt, die nächsten Hypes geplant und mein Großraumbüro mit eingebauter Maxibar ist wieder angenehm luftig bevölkert. Zumindest nachmittags. Umso näher der Abend und seine Veranstaltungen heranrücken, desto mehr Menschen strömen naturgemäß ins Foyer.

Jetzt wo die Arbeitsumgebung sich wieder normalisiert hat, kann es sich nur noch um Tage handeln, bis mein Lyrikmanuskript so weit gediehen ist, dass ich drei, vier Vertraute damit behelligen kann. Und während die das dann studieren, kann es endlich mit der Prosa weitergehen. Literarische Landwechselwirtschaft.


Auch empfehlenswert: Hirnspülung durch mannigfaltige Kunstrezeption:


Eben noch in Simon Hehemanns Atelier gesehen und schon unter den Fittichen der Kleinen Gesellschaft. (Ausstellung läuft noch bis 8.10.)


Endlich auf Kampnagel gewesen, endlich das Hamburger Theaterfestival besucht. Aus Thomas Melles Roman "Die Welt im Rücken" hat das Wiener Burgtheater ein Bühnensolo für Joachim Meyerhoff geformt. Starker Text, grandioses Schauspiel.

(Arbeit v. Hito Steyerl)

(Arbeit v. Dan Graham)

Ein einziger Tag war freilich viel zu wenig für die Skulptur Projekte, aber da ich schon die Documenta komplett versäumt hatte, wollte ich zumindest kurz in Münster vorbeischauen (läuft noch bis 1. Oktober und ist nur alle 10 Jahre).

Auch abseits des offiziellen Programms gibt es tolle Skulpturen zu entdecken. Hinter manchen steht durchaus künstlerische Absicht, wie hinter der "Himmelreichsbrücke" von Alex Maitz, Lukas Kopf und Florian Hummer:

Hinter dem da wohl weniger:

Bemerkenswert fand ich diesen subtilen Alltagssexismus:


Man stelle sich vor, eine Straße wird nach Adenauer benannt - allerdings nach dessen Vornamen! - und heißt dann z.B. Konradallee. Das wäre doch hochgradig skurril. Aber bei der Annette ... da ist das ja was ganz anderes ... und wieso eigentlich?



Gestern wurde die Galerie 21 des Vorwerkstifts in ein Kindermusikzimmer / Musikkinderzimmer verwandelt. Die perfekte Einrichtung für weirde Improkonzerte von den Ambassadors of Disappointment, Schwall und Grateful Däd. Infantinnen der Nacht, rebellische Debile, Krachkekse, macht kaputt, was Euch kaputt macht, bis ihr Euch kaputtlacht!






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