Hamburger Gast

Hamburger Gast

Besuch und Besuch

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Thu, September 21, 2017 15:55:49
Zuhause ist dort, wo einem der doppelte Espresso serviert wird, ohne ihn bestellen zu müssen. Schmidt hausbar rocks. Bevor das Reeperbahnfestival startete und dadurch der Geräuschpegel in meinem Büro anschwoll, bekam ich noch in aller Ruhe Besuch von Ulf-Peter Bosse, der mich für die Bergedorfer Zeitung interviewte. Er macht m.E. auch auf der anderen Seite der Kamera eine gute Figur.


Später entfloh ich dem Festivaltreiben, das den Spielbudenplatz im Moment beherrscht und landete in Mümmelmannsberg. U2 Endstation. Dort traf ich Simon Hehemann, der mir sein Atelier zeigte, das sich skurriler Weise in einer Schule befindet. Simon und ich haben einander vor zwei Jahren im Künstlerdorf Schöppingen kennengelernt und letztes Jahr im Gängeviertel unverhofft wiedergetroffen. Schicksal, merci.



Sehr schwarz und in Arbeit. Malerei & Collagentechnik & Abstraktion mit Bodenhaftung und Herzblut. Wenn Ihr mich fragt.


Witze zu diesem Stationsnamen spare ich mir. Gibt's wohl schon genug. Amen.



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Schreibzimmer +

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Tue, September 19, 2017 14:51:13

Der writers' room ist mehr als nur ein Raum. Zum Einen, weil es eigentlich mehrere Räume sind: Im Dachgeschoss von Gebäude E der Alten Dosenfabrik befinden sich auf 160 qm - nebst Küche und Geschäftsführungsbüro - vor allem zahlreiche Arbeitsplätze für SchriftstellerInnen.
Zum Anderen ist der writers' room mehr als nur ein Raum, weil er - als Verein - auch Veranstaltungen organisiert, Vernetzungsarbeit leistet und das literarische Leben Hamburgs bereichert.


Im Augenblick hat der Verein etwa 55 Mitglieder. Einige davon durfte ich bei der Arbeit stören. Auf dem Bild zu sehen: Nathalie Keigel (links), Jonis Hartmann (gelb und vertieft), Ayna Steigerwald (zu Gast wie ich) und Sascha Preiß (sich setzend oder rückwärts aufstehend).

Ich wohnte u.a. einer kurzen Redaktionsbesprechung bei. TAU ist eine - klopft Euch die Schenkel purpurrot - frische Literaturzeitschrift, für deren Erstausgabe noch Texte eingesandt werden können - bis 30.9., zum irrwitzigen Thema "Akute Langwaffen". Was ich über dieses Zeitschriftprojekt bislang gesehen und gehört habe, vermittelt mir den Eindruck, dass es richtig gut, vielleicht sogar grandios wird.



Gute Überleitung zu Hidden Shakespeare, die gestern im Schmidt Theater aufgetreten sind. Wenn ihr Improvisationstheater etwas abgewinnen könnt, schaut Euch die an. Das Ensemble existiert schon imposante 25 Jahre und sein Spiel ist eloquent, fantasievoll und pointiert. Noch nie so gutes Improtheater gesehen. Without shit.



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Whiskeys on the Rock n' Roll

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, September 18, 2017 15:55:41

Ein schöner Sonntagnachmittag beginnt mit einem Roller Derby - Match. Der Sport selbst bietet Tempo und vollen Körpereinsatz auf Rollschuhen, der Kontext ist großartig queerfeministisch, die Inszenierung bedient sich vieler Punk-Elemente und ironisierter Rockabilly-Ästhetik. Alleine bei den Namen der Athletinnen lach ich mir ein Leopardenfellmuster. Bei den Harbor Girls Hamburg gibt es z.B. Ricky Balboa, BarbaRolla und ChristelDeath.


Diesmal ließen die Lokalmatadorinnen aus Hamburg dem Kölner Gastteam keine Chance:




Zu späterer Stunde besuchte ich im Schmidt Theater den "Club der toten Dichter". Während die Band rund um Reinhardt Lepke bluesjazzswingte, las und sang und performte Peter Lohmeyer Gedichte von Charles Bukowski. Wenig verwunderlich, dass ich im Anschluss noch ein wenig Zeit in der hausbar verbrachte. Man kann von Bukowski halten, was man will, aber saufen konnte er.

Mit meinen eigenen Gedichten komme ich auch voran, vor allem in nüchternem Zustand. Der Feinschliff ist tot, es lebe die Kompilation.



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Fall.Schirm.Taschen.Bühne.Alb.Traum

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Fri, September 15, 2017 15:47:39

Mein Wetterfrosch wurde dieser Tage mehrfach aus dem Glas geblasen, will nun "Jon Snow" genannt werden und antwortet auf jede Frage hin nur noch mit: Winter is coming ...




Im Schmidt arbeitete ich diese Woche nicht nur an bekloppter Lyrik. Ich besuchte auch die ersten beiden Aufführungen. "Cindy Reller" trainierte meine Schlagerabwehrkräfte, "Heiße Ecke" mein Zwerchfell. Sonntags folgt Charles Bukowski, montags steht Improtheater auf dem Programm. Bunt ist das neue ultramarinpink.




Ella Marouche und Huug van't Hoff sind zu meinen Ehren unter die ModedesignerInnen gegangen. In dieser Umhängetasche ist Platz für 250 Kugelschreiber und eine Birne. Gracias!




Gestern wurde im Salon Stoer die "Albphilharmonie" eröffnet. Welch wunderschöner Titel für eine Hamburger Lesereihe. Es lasen Frietzsche (der mich Anfang August zu einer Lesung lud), Claire Walka (die mit mir in Bergedorf las) und Jonis Hartmann (der mit mir am 1.10. im Schmidt Theater lesen wird). Es trafen sich also nicht nur nette Menschen, sondern zufällig auch stadtschreiberische Vergangenheit und Zukunft. Und obendrein auch Literatur und Musik: Das Trio "Traumration" improvisierte während und zwischen den Texten. Mit Flöte, singender Säge, Daumenklavier, verschiedenen Saiteninstumenten. Schräg wie ein Schräguan, fein wie ein Feinzeller.




Und so mag ich Werbung:







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Parkgebot

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Tue, September 12, 2017 16:13:54

Planten un Bloemen. Steine und Rubine. Tiere und Schweine. Großartiger Park, wie ich finde. Und dem seit Monaten schon überfälligen Sportprogramm des Hamburger Gastes auf freundliche Weise zuträglich. Dort kann man gut laufen. Also laufen laufen, rennen, joggen.

Der Bauch ist zwar noch nicht in die erstrebte Form gebracht, dafür der erste Teil des Romans. Jetzt erstmal das Manuskript liegen und atmen lassen, bevor an der Großbaustelle weitergearbeitet wird. Zum Hirndurchlüften die nächsten zwei, drei Tage lang skurrile Gedichte bearbeiten. Wenn im Cafe des Schmidt Theaters also jemand über Zettel gebeugt in sich hineinkichert, bin das mit hoher Wahrscheinlichkeit ich.

Heute Abend ein erster Theaterbesuch im Schmidt. Cindy Reller. Heiße Ecke morgen. Bin gespannt. Wird sich von Pollesch-Stücken wohl dezent unterscheiden.

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Schräge Vöglein

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Sat, September 09, 2017 12:31:16








vöglein sind schon da

aber nicht alle

nachtigall, drossel und amsel

zaunkönig, buchfink und spatz

die reihenfolge: nachtigall

(wenn, dann)

(selten und enigma)

(the dark the mighty)

(divenjoker)

die reihenfolge: drossel

(stabil)











Mal so.Mal so.



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Da staunt die Sphinx und der Mantikor wundert sich

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Thu, September 07, 2017 01:10:53






Vormittags irgendwo zwischen Koppel und Lange Reihe einen gelben Schirm entdeckt und unter dem gelben Schirm meinen Freund und Schriftstellerkollegen Mario Keszner. Hocherfreulicher Besuch aus der Heimat. Die Kellnerin fragte uns nach einer Weile, welche Sprache wir denn da sprächen. Some things never change.



Mittags im Vorwerkstift den Flur geputzt. Absolutes Großereignis.

Nachmittags zur Reeperbahn gefahren und im Schmidt Theater am Roman gearbeitet.

Abends einer freundlichen Einladung gefolgt und der Vor-Eröffnung des Restaurants Gassenhaur (sic) beigewohnt. Dort stellt man sich den Anspruch das beste Wiener Schnitzel außerhalb der Alpenrepublik zu servieren. Ich als Vegetarier konnte nicht beurteilen, ob der Anspruch auch erfüllt wird. Das Zucchinischnitzel war jedenfalls lecker.

Mich trifft man äußerst selten in noblen Lokalen. Beim Ausdruck "Fünf Gänge" baut meine Vorstellungskraft sofort ein Labyrinth, in Anzügen fühle ich mich wie ein Clown und da ist dann auch noch die Sache mit dem Geld. Das konnte aber diesmal alles nicht verhindern, dass ich mich wohlgefühlt habe.


Julie Rampa und Christoph Wilson beim Begrüßen der Gäste.


Wir kommen von der Wand und kehren wieder an die Wand zurück. StreetArtCollagen von Friederike Lydia Ahrens.


Ich ließ mir schließlich das Dessert entgehen, um spätabends noch in der Galerie Bräuning Contemporary (Nähe Berliner Tor) - mit einem Feierabendbierchen in der Hand - durch die aktuelle Ausstellung zu schlendern. U.a. dort zu sehen: erleuchtende Arbeiten von Christina Schulz.




Nachts einen Blogeintrag verfasst. Vermutlich diesen.



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Monday, Monday

hamburger gast 2017Posted by Stephan Roiss Mon, September 04, 2017 20:57:42

Der Spielbudenplatz war mir heute wohlgesonnen. Das Wetter war den Draußensitzern gnädig und mit der Überarbeitung des ersten Teils meines Romanmanuskriptes ging es gut voran. Nicht einmal der Feueralarm in einem der Nachbargebäude konnte mir die Konzentration rauben. Verehrte Fortuna, bitte mehr von diesen Tagen.




Außerdem hatte ich ein nettes Gespräch mit Norbert Aust. Dieser Tage hat er sich zwar aus der operativen Geschäftsführung der Schmidt Tivoli GmbH zurückgezogen, aber ein Ende seiner Umtriebigkeit steht ganz offenkundig nicht an. Ich erfuhr z.B., wie er vom Hochschuldozenten zum Kulturmanager wurde und welche Rolle er in der Frühgeschichte des Kampnagels spielte, aber auch in welchem Land er Skiurlaub macht. Kleiner Tipp: Der Name des Landes beginnt mit dem Buchstaben "Ö" und ich kenne es ziemlich gut.




Fotos wie diese entstehen, wenn man Selfies macht, die nicht wie Selfies aussehen sollen. Fotos wie diese sind meistens peinlich. So auch dieses.




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